Diözesaner Fachtag Seniorenarbeit 2020 - online

Alter ist kein Risiko

Im Zuge der Corona-Krise wurden ältere Menschen in der öffentlichen Diskussion häufig pauschal zur "Risikogruppe" erklärt oder zur freiwilligen Selbstisolation angehalten. Die Diskussion war von Paternalismus geprägt, die Einschätzung der Älteren kaum gefragt. Alter wurde einseitig mit Vorstellungen von Schutz- und Hilfebedürftigkeit, mit Verletzlichkeit und Gebrechlichkeit verbunden. Dies führte zu einer Stigmatisierung, die von vielen Älteren zu Recht als diskriminierend und bevormundend empfunden wurde. Dabei wurde übersehen, dass die Älteren solchen Krisensituationen aufgrund ihrer Lebenserfahrung psychisch häufig sehr gut gewachsen sind.
Der Begriff der "Risikogruppe" fokussiert auf ein Altersbild, das ältere Menschen zwischen 50 und 100 nur noch mit Schwäche und Gefahr assoziiert. Es entspricht nicht der Selbstwahrnehmung vieler Älterer, die sich in mehrere Generationskohorten aufteilen und so bunt und divers sind, wie alle anderen Altersgruppen ebenfalls. Entgegen einer Logik der "Jungen und Gesunden" gegen die "Alten und Kranken" geht es in einer demografiefesten Gesellschaft um einen differenzierten Blick auf das Alter, um Handlungsoptionen für selbstbestimmtes und selbstwirksames Alter und um gemeinsame Krisenbewältigung von Jung und Alt - nicht nur in Coronazeiten.
Sie sind herzlich eingeladen mit uns diese Erfahrungen und Einschätzungen zu diskutieren!

Bitte Sonderprospekt anfordern unter Tel. 089/54 58 05-0.
Anmeldung unter 089/ 2137-1387
Termin: Dienstag, 24.11.2020 von 13.45-16.30 Uhr
Veranstaltungsort: Zoom München
Kursgebühr 25,00 €
Ltg.: Brigitte Krecan-Kirchbichler
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